Gut besuchter Politischer Spaziergang

von Pro-Kaki Redaktion
Gut besuchter Politischer Spaziergang

Die WĂ€hlergemeinschaft Pro-Kaki hatte zu einem politischen Spaziergang eingeladen.  Und 25 Kaltenkirchener BĂŒrgerinnen und BĂŒrger trafen sich an einem Sommerabend um Informationen und Meinungen zum Thema LĂ€rmschutz, Aufforstung und neues „Baugebiet am Wald“ auszutauschen. Corona-Hygienebedingungen wurden eingehalten.

 
Startpunkt fĂŒr den Rundgang war der Spielplatz am Waldweg. Schon an der Kreuzung Brookweg/Waldweg wurde klar, dass hier und im Verlauf des Waldweges Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung notwendig sind. Die Ausweitung der 30km Zone entlang des Waldweges bis zum Ortsausgang erschien den Teilnehmern als sinnvoll. Auch die hohe LĂ€rmbelastung war hier bereits deutlich spĂŒrbar.
 
Als zweiter Punkt wurde von den Einwohnern auf den Erhalt des Baumbestandes hingewiesen. Die Linden-Baumreihe und der Spazierweg, aber insbesondere die Kastanienallee sollen erhalten bleiben. Die 18 AlleebĂ€ume fallen unter die Baumschutzsatzung, aber nur vier BĂ€ume sind im Entwurf des Investors, eines Tochterunternehmens der Kaltenkirchener Bank, berĂŒcksichtigt.
 
Das Investoren-Projekt mit dem beschaulichen Namen „Am Wald“ soll nur 800m neben der Autobahn A7 entstehen. Bereits hier wohnende BĂŒrger klagen ĂŒber LĂ€rmbelĂ€stigung. Unstrittig war daher, dass aktiver LĂ€rmschutz fĂŒr das neue Baugebiet notwendig ist. Durch LĂ€rmschutzmaßnahmen wie Wand, Wall oder großflĂ€chige Aufforstung lĂ€sst sich möglicherweise ein lebenswertes Wohngebiet schaffen.
 

Der Spaziergang fĂŒhrte auch zu den 2007 und 2012 von Pro-Kaki initiierten Aufforstungen an der A7. Aufforstung ist wichtig fĂŒr den Klimaschutz und ist zudem mittelfristig als LĂ€rmschutz geeignet. Die bisherigen Aufforstungen können aber nur einen Anfang darstellen, denn fĂŒr die Funktion als LĂ€rmschutz sollte die AufforstungsflĂ€che deutlich vergrĂ¶ĂŸert werden. Anzustreben ist ein dichter Waldstreifen von ca. 200 m Breite, der dann die gleiche LĂ€rmschutzqualitĂ€t hat, wie z.B. eine LĂ€rmschutzwand an der Autobahn.
 
Ist das LĂ€rmschutz-Ziel aber noch erreichbar, wenn der zusĂ€tzliche LĂ€rm durch die geplante Moto-Cross Anlage mitberĂŒcksichtigt wird? Nein, denn das aktuelle Schallgutachten, das den Anstieg des GesamtlĂ€rms durch die umstrittene Anlage per energetischer Addition berechnet, zeigt:
die Wirksamkeit eines aktiven LĂ€rmschutzes, egal ob Wand oder Wall oder großflĂ€chige Aufforstung wĂŒrde durch eine weitere starke LĂ€rmquelle, hier die geplante MSC-Anlage eingeschrĂ€nkt, gemindert oder ganz kompensiert. Lebenswertes Wohngebiet und Motorsportanlage schließen sich somit aus.
 
Aus grundsĂ€tzlichen Überlegungen zum Natur- und Klimaschutz könnte sowohl auf das Baugebiet als auch auf die Motocross-Anlage, zugunsten der Aufforstung verzichtet werden.