Politischer Spaziergang

25 Aug 2020

Die Wählergemeinschaft Pro-Kaki hatte zu einem politischen Spaziergang eingeladen.  Und 25 Kaltenkirchener Bürgerinnen und Bürger trafen sich an einem Sommerabend um Informationen und Meinungen zum Thema Lärmschutz, Aufforstung und neues „Baugebiet am Wald“ auszutauschen. Corona-Hygienebedingungen wurden eingehalten.

 

 

Startpunkt für den Rundgang war der Spielplatz am Waldweg. Schon an der Kreuzung Brookweg/Waldweg wurde klar, dass hier und im Verlauf des Waldweges Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung notwendig sind. Die Ausweitung der 30km Zone entlang des Waldweges bis zum Ortsausgang erschien den Teilnehmern als sinnvoll. Auch die hohe Lärmbelastung war hier bereits deutlich spürbar.

 

Als zweiter Punkt wurde von den Einwohnern auf den Erhalt des Baumbestandes hingewiesen. Die Linden-Baumreihe und der Spazierweg, aber insbesondere die Kastanienallee sollen erhalten bleiben. Die 18 Alleebäume fallen unter die Baumschutzsatzung, aber nur vier Bäume sind im Entwurf des Investors, eines Tochterunternehmens der Kaltenkirchener Bank, berücksichtigt.

 

Das Investoren-Projekt mit dem beschaulichen Namen „Am Wald“ soll nur 800m neben der Autobahn A7 entstehen. Bereits hier wohnende Bürger klagen über Lärmbelästigung. Unstrittig war daher, dass aktiver Lärmschutz für das neue Baugebiet notwendig ist. Durch Lärmschutzmaßnahmen wie Wand, Wall oder großflächige Aufforstung lässt sich möglicherweise ein lebenswertes Wohngebiet schaffen.

 

 

 

Der Spaziergang führte auch zu den 2007 und 2012 von Pro-Kaki initiierten Aufforstungen an der A7. Aufforstung ist wichtig für den Klimaschutz und ist zudem mittelfristig als Lärmschutz geeignet. Die bisherigen Aufforstungen können aber nur einen Anfang darstellen, denn für die Funktion als Lärmschutz sollte die Aufforstungsfläche deutlich vergrößert werden. Anzustreben ist ein dichter Waldstreifen von ca. 200 m Breite, der dann die gleiche Lärmschutzqualität hat, wie z.B. eine Lärmschutzwand an der Autobahn.

 

Ist das Lärmschutz-Ziel aber noch erreichbar, wenn der zusätzliche Lärm durch die geplante Moto-Cross Anlage mitberücksichtigt wird? Nein, denn das aktuelle Schallgutachten, das den Anstieg des Gesamtlärms durch die umstrittene Anlage per energetischer Addition berechnet, zeigt:

die Wirksamkeit eines aktiven Lärmschutzes, egal ob Wand oder Wall oder großflächige Aufforstung würde durch eine weitere starke Lärmquelle, hier die geplante MSC-Anlage eingeschränkt, gemindert oder ganz kompensiert. Lebenswertes Wohngebiet und Motorsportanlage schließen sich somit aus.

 

Aus grundsätzlichen Überlegungen zum Natur- und Klimaschutz könnte sowohl auf das Baugebiet als auch auf die Motocross-Anlage, zugunsten der Aufforstung verzichtet werden.

 

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