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Klima- und Naturschutz vor Motorsport Aufforstung statt Waldvernichtung

7 Jul 2019

Am 4.7.2019 versuchte der MSC einen Trainingsbetrieb auf der geplanten Motocross-Anlage zu simulieren. In den ca. 900 Meter entfernten Wohngebieten sollte geprüft werden, ob die Gesamtlärmbelastung ansteigt. Ein eindeutiges Ergebnis war jedoch nicht wahrzunehmen.

 

Im Rahmen des Lärm-Gutachtens der Stadt Kaltenkirchen wurde für diese Motocross-Anlage eine Lärm-Emission von 122 bis 129 dB(A) prognostiziert. Dies deckt sich mit den Werten des Bayrischen Amtes für Umweltschutz. Der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) hat in seinen Wettkampfbestimmungen geringere Lärmvorgaben gemacht. 94 dB(A) für Viertakter und 98 dB(A) für Zweitakter gelten dort als Obergrenze. Deutlich vernehmbarer Lärm jenseits von 90 dB(A) war daher bei diesem „Hörtest“ zu erwarten.

Lärm-Messungen während der Testläufe ergaben an diesem Tag jedoch nur Werte von 85 dB(A) bei Trainingsbeginn, die sich dann aber bei 80 dB(A) einpendelten. „Es war lediglich eine Enduro-Testfahrt, denn die Strecke war für hohe Geschwindigkeiten und Motocross fahren, und der damit verbundenen höheren Lärmemission, nicht ausgelegt“ erklärte eine Enduro-Fahrerin. Das hohe Gras in Höhe der Auspuffrohre hat zudem die Lärmemission deutlich gedämpft. Die offiziellen Ergebnisse der Messungen liegen noch nicht vor. Sie werden in der öffentlichen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 19. August im Rathaus, zu der wir alle interessierten Bürger einladen, besprochen.

 

Allgemein gilt, dass ein Anstieg um 10 dB(A) als eine Verdopplung des Lärms empfunden wird. Der Betrieb einer solchen Anlage könnte also doppelt so laut werden wie dieser Testlauf. Die Hörprobe blieb daher ohne klare Aussage, und die Bedenken der Einwohner konnten somit nicht ausgeräumt werden.

 

Insbesondere müssen neben der Lärmemission aber auch Fragen des Naturschutzes geklärt werden.

Während der Brut- und Aufzuchtzeiten, also vom 15. März bis Ende August, müsste der Betrieb ruhen. Vor gut 20 Jahren wurde die geplante Fläche mit Eichen, Buchen und Birken bepflanzt. Solche Aufforstungen sind eine wichtige Maßnahme im Rahmen des Klimaschutzes. Existierende Wälder und Aufforstungen sollten daher nicht für den Motorsport geopfert werden. Pro-Kaki hat sich bereits in der Vergangenheit für Klimaschutz und den Lärmschutz an der A7 eingesetzt. Die Aufforstungen von 2007 und 2012 mit jeweils 50.000 Bäumen wurden von der Wählergemeinschaft initiiert und gesponsort. Einer gezielten Waldvernichtung zugunsten einer Motocross-Anlage können wir daher keinesfalls zustimmen.

Da sich während der „Hörprobe“ zeigte, dass die Lärmbelastung an der A7 insgesamt bereits sehr hoch ist, fordert Pro-Kaki weitere Aufforstungen als Lärm- und Klimaschutzmaßnahmen.

 

 

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