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Autobahn A7
Pro-Kaki informiert
Einladung zur Informationsveranstaltung von Pro-Kaki
Der 6-spuriger Ausbau der A7 erscheint sinnvoll und wird von Pro-Kaki grundsätzlich befürwortet.
Aber entsteht so nicht noch mehr Lärm ? Ist besserer Lärmschutz geplant?
Die Autobahnplaner möchten mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und diese Fragen gerne beantworten. Seitens der Stadt ist jedoch nur ein Referat im BUA am 23.03.2010 geplant. In den Arbeitsausschüssen können die Einwohner zwar Fragen stellen, aber nicht an die Referenten. Ob diese Regelung für das Interesse an der Kommunalpolitik und die Wahlbeteiligung förderlich ist, stellen wir in Frage.
Umso erfreulicher ist es, dass wir Dipl.-Ing. M. Schönherr, Abteilungsleiter der DEGES, Berlin zu einer weiteren Informationsveranstaltung gewinnen konnten und laden alle interessierten Kaltenkirchener zu dem Vortrag mit folgendem Thema ein:
„Geplante sechsstreifige Erweiterung der Bundesautobahn A7 zwischen der Landesgrenze Hamburg und Bordesholm, Planungsstand einschließlich Lärmschutz im Bereich Kaltenkirchen."
Herr Schönherr wird die Planung detailliert darstellen. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten Information aus „erster Hand“, können im Anschluss Fragen stellen und Anregungen geben. Vor Beginn des Genehmigungsverfahrens (Planfeststellungsvefahren), das etwa Mitte April für den Abschnitt von Bad Bramstedt bis Kaltenkirchen beginnt, können noch Vorschläge mit aufgenommen werden. Ca. Mitte Mai beginnt dann das Verfahren für den Abschnitt von Kaltenkirchen bis Quickborn, hier sind ebenfalls noch Anregungen möglich.
Termin und Ort:
Freitag 26.März 2010 um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Kaltenkirchen
Chance für Kaltenkirchen
Nun ist es offiziell, Kaltenkirchen hat ein Lärmproblem. Die betroffenen Anwohner wissen das schon lange. Weite Teile im Westen Kaltenkirchens sind einer Lärmsituation ausgesetzt, die als Belastung gewertet werden kann.
Das Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und ländliche Räume hat im Internet Lärmkarten veröffentlicht. Auf der Karte 4 für Kaltenkirchen lässt sich zum Beispiel erkennen, dass am Sanddornweg und Albrecht-Dürer Ring die Grenzwerte der Bundesimmissions-Schutz Verordnung- kurz BImSchV -überschritten werden.
Neben den Lärmkarten sind interessante und umfangreiche Ausführungen zum Aufstellen von sogenannten „Aktionsplänen zur Lärmminderung“ veröffentlicht. Hier der Link zur Internetseite des Ministeriums, der natürlich auch auf der Pro-Kaki Homepage zu finden ist:
http://www.umwelt.schleswig-holstein.de/ULR/index.html
Die Lärmkarten weisen zwar eine Reihe von Schwächen auf, so entstehen diese Karten aufgrund von Berechnungen; Messungen werden hierfür leider nicht durchgeführt. Zudem ist die Lärmsituation an den Ausfallstraßen noch nicht mit berücksichtigt; die Vergleichbarkeit mit den geltenden Richt- und Grenzwerten ist schwierig. Dennoch stellen die Karten eine erste greifbare Diskussionsgrundlage dar.
Für Kaltenkirchen stellt sich zudem die Frage: Wie verändert sich die Lärmbelastung durch den sechs-spurigen Ausbau der A7 und zusätzlich den geplanten Anschluss der A 20?
Neben der Erstellung von Lärmkarten ist eine wesentliche Aufgabe die Erstellung von Aktionsplänen zur Lärmminderung. Hier liegt die Chance für Kaltenkirchen, die Belastung der Einwohner durch Lärm zu mindern. Die Zielsetzungen zur Lärmminderung sollten durchaus ambitioniert sein, auch wenn kurz-und mittelfristig nicht alle Ziele realisierbar sein werden.
Bei der Erstellung dieser Aktionspläne soll die Öffentlichkeit umfangreich beteiligt werden. In der Veröffentlichung des Ministeriums heißt es hierzu:
Bürgerinnen und Bürger sind durch den Umgebungslärm und z.T. durch die vorgesehenen Maßnahmen direkt betroffen. Sie sind mit der Lage vor Ort am besten vertraut und können daher mit eigenen Bewertungen der Situation vielfach zu Lösungen beitragen. Den gemeindlichen Gegebenheiten angepasst kann daher eine frühzeitige Einbindung der Öffentlichkeit schon bei der Bewertung der Lärmsituation genutzt werden, um eine effektive und akzeptierte Maßnahmenplanung zu erreichen. In der Vergangenheit haben sich folgende Verfahren bei der Öffentlichkeitsbeteiligung/-mitwirkung bewährt:
- Öffentliche Anhörungs- oder Erörterungstermine,
- moderierte Workshops, Runde Tische,
- Informationsveranstaltungen, Aktionstage,
- Podiumsdiskussionen,
- Internetforen.
Wo ist der „Runde Tisch“, wo das Internetforum, wo die moderierten Workshops?
Stehen die Termine für Informationsveranstaltungen und Aktionstage schon fest?
Die Einwohner Kaltenkirchens und Pro-Kaki sind zur Diskussion bereit!
Wir haben wiederholt unsere Mitarbeit an der Maßnahmenplanung für Kaltenkirchen angeboten.
Das Aufstellen von Lärmaktionsplänen deckt sich mit der langjährigen Forderung von Pro-Kaki nach einem Lärmschutzkonzept. Als mögliche Maßnahmen werden vom Land vorgeschlagen:
-Lärmschutzwände und -wälle sehr hohe Lärmreduzierungen erreichbar
hohe Kosten, daher überwiegend im Zusammenhang mit Straßen-, Schienenneu- oder ausbau realisierbar
- Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
als Möglichkeit zur effektiven und kostengünstigen Senkung des Lärmpegels
positive Effekte bei Verkehrssicherheit und Luftqualität Unterhaltung / Erhaltung bzw.
-Änderung des Fahrbahnbelags
Rückbau von gepflasterten Straßenoberflächen, Beseitigung von Fahrbahnschäden oder der Verwendung lärmmindernder Deckschichten lassen erhebliche Lärmreduzierungen zu
-Förderung des Fußgänger- und Radverkehrspositive Effekte treten mit der Verkehrssicherheit und der Luftqualität auf
Die vom Land beispielhaft vorgeschlagenen Maßnahmen begrüßen wir, da sie sich mit Pro-Kaki Ideen decken.
Werte lange überschritten
Lärmgutachten 1978
Die Werte der Prognose dieses Lärmgutachtens für das Jahr 2020 sind bereits heute erreicht; d.h. der Lärmanstieg ist mindestens 30% höher als ursprünglich angenommen.
Busch-Gutachten
Auch bei neueren Gutachten, wie dem Busch-Gutachten werden die Prognosewerte für 2020 wahrscheinlich schneller erreicht werden. Es wird angenommen, aber ist nicht genau geklärt,
ob die zusätzliche Lärmbelastung durch den Bau der A 20 hier mitberücksichtigt ist.
Das Busch-Gutachten ist ein Gesamtgutachten bei 6-spurigem Ausbau der A7 für den Bereich westliches Kaltenkirchen mit Alvesloher Straße und Barmstedter Straße und hat u.a. folgende Aussagen:
Es verläuft eine 45 dB Grenze ( Isophone ) ungefähr parallel zur ausgebauten A 7 auf der Höhe hinter dem Krankenhaus. ( blau gestrichelte Linie ) d.h. die Lärmbelastung ist im Brookring und Neuenbrook, sowie im gesamten Bereich nördlich der Alvesloher größer als 45 dB.
Der Immissions-Richtwert von 55 dB wird westlich des Lindrehms überschritten,
d.h. Sanddornweg, Albrecht Dürer und Heideweg liegen alle in einem Bereich oberhalb von
55 dB. Südlich der Alvesloher liegt diese Grenze außerhalb der Bebauung.
Der Ausbau der A7 ist eine wesentliche bauliche Veränderung, d.h. meines
Erachtens, daß die Richtwerte von 55 dB und Grenzwerte von 59 dB (wie bei
Neubau) eingehalten werdenmüssen.
Hierzu sind geeignete Maßnahmen zu ergeifen, wie Lärmschutzwall und
Aufforstung. Alle Bedenken, Anregungen und Wünsche müssen im Rahmen des
Planfeststellungs – verfahrens vorgetragen werden.
Für die uns betreffenden Abschnitte hat bereits ein "Scoping" (Sondierung der
Erfolgsaussichten)stattgefunden, sodaß die nächsten Planungsschritte rasch
folgen werden.










