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Mobilfunk

Mobilfunkantennen in Kaltenkirchen
Im Wohngebiet, auf dem Gebäude des Erka Marktes, wurde eine der ersten Mobilfunkantennen aufgebaut. Vertragspartner war die Raiffeisenbank Bad Bramstedt.
Nach unseren Informationen sind weiter UMTS-Sendeanlagen in
Kaltenkirchen geplant.
Wir fordern: Sendeanlagen weg von der Wohnbebauung!

 

In Deutschland gibt es mehr als 60 Mio. Handys. Aus diesem Grund sind immer dichtere Mobilfunknetze und immer mehr Sendemasten nötig. Zu den rund 60.000 GSM-Masten sollen für das UMTS-Netz weitere ca. 40.000 hinzukommen.(Die Versteigerung der UMTS-Lizenzen spielte 1998 knapp 100 Mrd. DM in die Bundeskasse). Das neue Netz wird das alte jedoch nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Es werden also weitere Mobilfunkantennen auf Wohnhäusern gebaut oder in Kirchtürmen versteckt. Sendeanlagen unter 10 bzw. 12 Meter (je nach Bundesland verschieden) sind in Deutschland genehmigungsfrei und deshalb - so die Stadtverwaltung Kaltenkirchens - nach geltendem Recht politisch gar nicht zu verhindern. Erst auf wiederholtes Nachfragen durch Pro-Kaki im Oktober 2005 erklärte die Stadtverwaltung sie habe im März 2004 – nach Vorlage einer Karte; in der die Mobilfunkbetreiber ihre Standorte zur Aufstellung neuer Sendeanlagen aufzeigten – beschlossen, dass auf Kindergärten, Schulen, dem Krankenhaus und dem Rathaus keine Antennen installiert werden.

Auch weniger kritischen Mitmenschen sind die vielen Masten auf unseren Dächern nicht geheuer. Eine im Herbst 2003 vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegebene Umfrage ergab: fast jeder dritte Deutsche ist besorgt über die Auswirkungen von Handys und Sendemasten. Mobilfunk arbeitet mit Mikrowellen (niederfrequent gepulste Hochfrequenz). Das Besondere an der Technik der GSM- und DCS-Handys, der DECT- und GAP-schnurlos-Telefone, von UMTS, von Bluetooth und WLAN-Strahlung ist die Pulsung. Durch Pulsung wird eine trommelfeuerartige Strahlung erzeugt. Die gepulste Strahlung ist laut Experten für die Gesundheit riskant, da sich bei gepulster Strahlung biologische Effekte zeigen, die sonst nicht auftreten. Welche Langzeitauswirkungen die dauerhafte Bestrahlung hat, ist noch völlig unklar, das geben selbst „mobilfunkfreundliche“ Wissenschaftler zu.

Die staatlichen Grenzwerte orientieren sich auf die Empfehlung des Bundesamt für Strahlenschutz nach der DIN VDE 0848 ausschließlich an dem vergleichsweise groben Kriterium des thermischen Effektes, d.h. sie schützen vor einer Erwärmung des Körpers über 1 Grad Celsius. Unberücksichtigt bleiben die schädlichen athermischen Wirkungen.

Im sogenannten „Freiburger Appell“ weisen über 100 Ärzte auf einen dramatischen Anstieg schwerer und chronischer Erkrankungen von Patienten hin, die in der Nähe von Mobilfunkanlagen leben. Alltägliche Beobachtungen und die Forschung liefern immer mehr Hinweise und Belege, dass niederfrequent gepulste Hochfrequenzen mitverantwortlich für folgende gesundheitliche Störungen sind und diese auslösen können:





SchlafstörungenUnruhezuständeVerspannungszuständeNervositätDepressionenKopfschmerzenOhrensausen (Tinnitus)Konzentrations- und GedächtnisstörungenAugenreizungen und Grauer StarLernstörungenerhöhter BlutdruckHerzrhythmusstörungenplötzlicher HerztodMigräneSchwindelVerstärkung der AmalgambelastungPotenzstörungenFruchtbarkeitsstörungenBlutbildveränderungen und Störung der Blutbildungbeschleunigtes Krebswachstumständige Müdigkeit und ErschöpfungAntriebslosigkeitAllergienAlzheimerImmunschwäche



Lange Zeit war kaum bekannt, dass schnurlose Telefone ähnlich problematisch sind wie Handys. Regelt sich die Sendeleistung von Handys während der Telefonierpause herunter und schalten Handybenutzer ihr Gerät auch immer wieder ganz aus, so strahlen schnurlose Telefone Tag und Nacht – auch wenn nicht telefoniert wird. Sie strahlen zwar mit weniger Leistung als Handys doch ihre Basisstationen sind kleine gepulste Mobilfunksender, die pausenlos gepulste Mikrowellen in einem Umkreis von 300 Metern senden. Auch sie können gesundheitliche Beschwerden hervorrufen wir Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Depressionen , Schlafstörungen (besonders bei Kindern), Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, hoher Blutdruck, etc.

Das ungehinderte Eindringen der Dauerstrahlung (selbst Betonmauern sind kein Hindernis) in Wohn- und Arbeitsbereiche, speziell in Kinder- und Schlafzimmer, die als äußerst wichtige Orte der Entspannung, Regeneration und Heilung anzusehen sind, verursacht pausenlosen Stress und verhindert eine grundlegende Erholung. Gefährdet sind besonders Schwangere, Kinder, Heranwachsende, alte und kranke Menschen.

Zu einem am 4. November 2004 von Pro-Kaki in der Bürgerhalle veranstalteten Informationsvortrag sprach Herr Dr. rer. nat. Leberecht von Klitzing, Medizinphysiker zum Thema „Krank durch Mobilfunk – unvermeidbar“ vor über 100 interessierten Besuchern. Ein Mitschnitt kann gegen eine Gebühr von € .../ kostenlos bei Pro-Kaki angefordert werden.

Neben vielen Gerichtsprozessen wegen Gesundheitsschädigung durch Mobilfunksendeanlagen wird auch wegen Wertverlust geklagt. Aus Gutachten geht hervor, dass Immobilien in der Nähe von Sendemasten bis zu 25% an Wert verlieren. Sendeanlagen unter 10 bzw. 12 Meter (je nach Bundesland verschieden) sind in Deutschland genehmigungsfrei und für die Mobilfunkbetreiber kostengünstiger als hohe Freilandinstallationen. Sie brauchen nur ein Grundstück bzw. einen Vermieter, um die Sendeanlage montieren zu können. Der durch voraussichtlichen Wertverlust geschädigte Nachbar ist rechtlos.

Asbest – lange Zeit als völlig ungefährlich eingestuft – verursachte bei der Versicherungswirtschaft das größte Schadensereignis in der Geschichte. Aufgrund dieser Erfahrung weigern sich große Versicherungen in zunehmendem Maße, Hersteller von Handys oder Netzbetreiber gegen Schadenersatzklagen zu versichern, denn Handys werden wegen ihrer elektromagnetischen Strahlung als unkalkulierbares Risiko eingestuft.“. Wenn sich irgendwann eine Gefährlichkeit nachweisen ließe, hätte das verheerende Wirkung für die gesamte Versicherungsbranche.

Solange vom Gesetzgeber die in Deutschland zu hohen Grenzwerte nicht überarbeitet und gesenkt werden, können folgende Empfehlungen gegeben werden:

Möglichst wenig und möglichst kurz mit dem Handy telefonierenNicht bei schlechtem Empfang mit dem Handy telefonieren (z.B. Auto ohne Außenantenne, hier muss das Handy die Leistung hochregulierenHandy erst ans Ohr nehmen, wenn die Verbindung steht (bei Verbindungsaufbau funkt das Gerät mit Höchstleistung)Wo immer möglich, vom Festnetz telefonierenHandys nicht in Kinderhändeschnurlose DECT oder GAP Telefone meiden
Langfristig und grundsätzlich erstrebenswert ist:

Massive Reduzierung der GrenzwerteGrundsätzliches Mitspracherecht der Bevölkerung und der Gemeinden bei der Standortplanung für AntennenHandyverbote analog zu Rauchverboten, also an: Schulen, Krankenhäuser, Altenheimen, Veranstaltungsstätten, öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmittel, Restaurants, Theater, Kneipen
Über Mobilfunkstrahlung werden wir in Zukunft noch viele überraschende negative Erkenntnisse erhalten, das deutet sich bereits heute in den vorliegenden Forschungsergebnissen an. Erinnern wir uns an Umweltskandale wie: Lindan, Dioxin, PCP, Asbest, usw. Auch hier hat es Jahrzehnte gedauert, bis die schädliche Wirkung dieser Substanzen auch vom Staat nicht mehr geleugnet werden konnte.

Handys schaden vor allem ihren Benutzer und jenen Personen, die sich in einigen Metern Entfernung davon aufhalten. Handys kann man aber abschalten. Gefährlicher seinen uns die großen Mobilfunk-Sendeanlagen, denn sie strahlen ununterbrochen. Vor ihnen kann man sich nur schützen, in dem man sie stilllegt.

Initiiert durch Pro-Kaki stellte in Kaltenkirchen die FDP-Fraktion den Antrag, dass der Bau- und Umweltausschuss bei jeder Neuinstallation einer Mobilfunkantenne in den Standortfindungsprozess eingebunden wird und die Möglichkeit nutzt, alternative Standorte innerhalb des Suchkreises vorzuschlagen. Am 25.01.2005 wurde in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses einstimmig beschlossen, dass „die Verwaltung zukünftig alle durch die Mobilfunknetzbetreiber mitgeteilten Planungen von Mobilfunkantennen dem Bau- und Umweltausschuss zur Kenntnis gibt. Der Ausschuss wird gegebenenfalls Alternativstandorte vorschlagen.„ Leider bürgerunfreundlich, dass hierüber im nichtöffentlichen Teil der Sitzungen beraten wird. Pro-Kaki wird weiter berichten.

Inzwischen gibt es in Deutschland mehr als 12.000 Bürgerinitiativen, die sich gegen die hemmungslose Ausbreitung des Mobilfunks und die Installation von Sendeanlagen wehren.





Zitate aus der Rede von Herrn Rau am 18.5.2001
Zum Thema: Für einen Fortschritt nach menschlichem Maß



„Die Zukunft ist offen. Sie ist kein unentrinnbares Schicksal und kein Verhängnis. Sie kommt nicht einfach über uns. Wir können sie gestalten – mit dem, was wir tun und mit dem, was wir nicht tun. Wir haben viele, wir haben große Möglichkeiten. Nutzen wir sie für einen Fortschritt und für ein Leben nach menschlichem Maß.“

„Wo Menschenwürde berüht ist, zählen keine wirtschaftlichen Argumente.“

„Wo kommen wir hin, wenn wir über gravierende Veränderungen erst dann nachdenken können, wenn sie schon längst eingetreten sind.“

„Nachdenken kann man nur, wenn zwischen Entdeckung und Anwendung Zeit bleibt, wenn wir die möglichen Folgen bedenken können, bevor sie eingetreten sind. Es hat ja gute Gründe, dass z.B. Medikamente erst nach angemessener Zeit und nach sorgfältiger Prüfung für die allgemeine Praxis zulassen.“

„Wenn wir begründete Zweifel haben, ob wir etwas technisch Mögliches tun dürfen oder nicht, dann muss es solange verboten sein, bis alle begründeten Zweifel ausgeräumt sind.“



Interessante Links : www.buergerwelle.de
www.regtp.de


Widerstand gegen Mobilfunkantennen, besorgte Bürger gründen
Interessengemeinschaft!
Zur Zeit werden nach Berichten von Anwohnern auf dem ehemaligen Silo des
Raiffeisengebäudes gegenüber dem Bahnhof in Kaltenkirchen Mobilfunkantennen
errichtet. Diese werden von der Deutschen Funkturm GmbH im Auftrag der
Mobilfunkbetreiber O2 und T-Mobile errichtet. Das Gebäude befindet sich im
Besitz der Raiffeisenbank Bad Bramstedt und wird an die Betreiber
vermietet. Besorgte Anwohner haben sich inzwischen zu einer
Interessengemeinschaft zusammengefunden, um gemeinsam gegen
die Mobilfunkantenne zu protestieren. Sie fürchten eine enorme
Strahlenbelastung und damit Gesundheitsschäden sowie einen Wertverlust für
Ihre Immobilien. Ein Informationsblatt wurde entworfen und wird nun an die
betroffenen Bürger verteilt. Der immer dichter werdende Wald von
Mobilfunkantennen sorgt schon seit einigen Jahren für heftigen
Streit zwischen besorgten Bürgern und Mobilfunkbetreibern. Mobilfunkanlagen
unterliegen
Richtwerten, die gesetzlich geregelt werden. Es dürfen nur Anlagen in Betrieb
genommen werden, die sich an diese Richtwerte halten. Nach diversen Studien,
die von den Betreiberfirmen in Auftrag gegeben wurden, sind Mobilfunkanlagen
angeblich nicht gesundheitsschädlich, unabhängige Quellen sehen dies allerdings
etwas anders: Es werden gesundheitliche Schäden bis hin zu Krebs und
Erbgutschädigungen befürchtet!
Rechtliche Grundlage für das Aufstellen von Mobilfunkantennen:
Zum Betreiben eines Senders benötigt der Betreiber eine Standortbescheinigung
von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, in der die
Sicherheitsabstände geregelt werden.
Grundlage für die Ermittlung der Sicherheitsabstände ist das Immissionsrecht,
hier die 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV, s.a.
Elektrosmogverordnung). Jedermann kann bei der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post Mindestabstände und Datum der Standortbescheinigung
etc. eines Mobilfunksenders abfragen. Dazu müssen Sie den Standort wissen.
Über die Mindestabstände kann die Leistung errechnet werden. Denkmalschutz
ist zu beachten. Betreiber von Sendeanlagen benötigen u.U. noch eine Baugenehmigung
für den Antennenmast, wobei Antennen(maste) oft bis zu einer bestimmten höhe
baugenehmigungsfrei sind.
Weiterführende Informationen:
Der "Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog"
(Bürgerwelle e.V.) hat sich des Themas Mobilfunk angenommen und stellt auf
seiner Homepage umfangreiche Informationen für Betroffene zur Verfügung,
unter anderem auch den Bericht des BUND "Streitfall Mobilfunk - Leitfaden für
Bürgerinitiativen". Wir werden Sie über dieses Thema weiterhin auf dem laufenden
halten!

NEWS
Informationsveranstaltung
am 04.11.2004, 19.30 Uhr in der Bürgerhalle:
Herr Dr. von Klitzing, Medizinphysiker und unabhängiger freier Wissenschaftler hält einen
Vortrag mit dem Thema: Krank durch Mobilfunk - unvermeidbar?, Eintritt frei.