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"Hans-Heinrich-Driftmann-Airport"
Und Baustopp für Kaltenkirchen, Elmshorn und Umland!?
Der Flughafen Kaltenkirchen war eigentlich kein Thema mehr.
Das letzte Mal wurde die Diskussion im Herbst 2005 durch Herrn Driftmann angeheizt.
Unser Kaltenkirchener Bürgermeister hat dann dieses Thema voller Begeisterung in seine Neujahrsansprache aufgenommen.
Und wieder im Herbst – wir haben das Jahr 2006 und die "Saure Gurkenzeit" ist doch lange vorüber – erscheint durch Herrn Driftmann ein Leitartikel in der Segeberger Zeitung.
Da stellt sich doch die Frage, was treibt diesen Mann so um, warum möchte er so dringend einen Flughafen in Kaltenkirchen. Die Antwort gibt er uns oder besser dem Hamburger Abendblatt am 4.Mai 2004:
Hans Heinrich Driftmann, Präsident der schleswig-holsteinischen Unternehmensverbände, drängt die Politik zum Handeln. "Sonst müssen wir unsere Geschäftsreisen in Hannover, Berlin oder Malmö antreten", sagt der Chef der Elmshorner Köllnflockenwerke.
Und die 100.000 durch einen neuen Flughafen Kaltenkirchen vom Lärm Betroffenen müssen schon verstehen, daß die Chauffeure ihre Wirtschaftsfunktionäre nicht bis Malmö zum Flugplatz fahren können. Die Chauffeure müssen ja auch zu ihren Familien nach Hause zurück - selbstverständlich weit entfernt von Kaltenkirchen oder Elmshorn, dort zu wohnen wäre ja viel zu laut.
Man könnte ja nach Hamburg fahren, solange der Flughafen Kaltenkirchen nicht gebaut ist, aber eben nicht Herr Driftmann.
Kaltenkirchen, Barmstedt, Elmshorn gehören zur Metropolregion Hamburg und diese Region entwickelt sich besonders im Vergleich zum restlichen Schleswig-Holstein blendend. Dadurch ziehen viele Menschen in das nördliche Umland. Seit 1961 oder dem Beginn der Planungen ist die Bevölkerung in diesem Bereich bis 1994 um mehr als 200.000 Menschen gewachsen. Den Bevölkerungszuwachs findet denn Driftmann auch für das Projekt Flughafen bedenklich.
Deshalb heißt es im Hamburger Abendblatt am 4.Mai 2004:
"Im Moment sprechen viele Argumente für Kaltenkirchen. Aber wenn im Umkreis immer mehr gebaut wird, verschlechtern sich die Aussichten." Driftmann fordert deshalb, den in den 80er-Jahren aufgehobenen Baustopp wieder in Kraft zu setzen. Genau deshalb fürchten viele im Nordosten des Kreises die neue politische Diskussion mehr als den Airport selbst. Schon einmal war dort jegliche Entwicklung für mehr als ein Jahrzehnt unterbunden worden. Wohnhäuser durften nicht gebaut, Schulen nicht erweitert, Straßen nicht saniert werden - all das im Vorgriff auf den Flughafen, der sich schließlich in Luft auflöste.
Der Vorsitzende der Industrie und Handelskammer, der Präsident der schleswig-holsteinischen Unternehmensverbände fordert einen Baustopp für die nördliche Metropolregion!? Wie kann ein Wirtschaftsfunktionär, der dem Schattenkabinett der CDU angehörte, der für Wirtschaftsförderung zuständig ist auf den absurden Gedanken eines Baustopps kommen. Hat sich Herr Driftmann mit dem Flughafen Kaltenkirchen in eine fixe Idee verrannt, schreckt nicht vor absurden Ideen zurück oder was steckt dahinter?
Vielleicht ein "in die Geschichte eingehen" als Namensgeber für den für den "Hans-Heinrich Driftmann Airport"?
Offensichtlich ist vielen - auch der Kaltenkirchener CDU - nicht klar:
Die Weiterentwicklung der Region und der Bau des Flughafens sind zwei gegensätzliche Forderungen die nicht miteinander vereinbar sind! Man kann nicht einerseits für die Erschließung neuer Baugebiete sein und andererseits einen 24-Stunden rund um die Uhr Berieb eines neuen Flughafens forcieren.
Aber wahrscheinlich möchte Herr Driftmann immer wieder mal nur testen, wie denn die Chancen auf die Realisierung seiner "Idee Fixe" stehen. Wir müssen deshalb dafür sorgen, daß der Widerstand der Herrn Driftmann entgegenschlägt, ihm die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens verdeutlicht, was uns in der letzten Zeit ja auch gelungen ist.








