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Lärm und Lärmwirkung

...Kindergärten, Schulen,Krankenhäuser sollen von Lärmbelastungen möglichst frei sein.
...an neue Flugplätze höhere Schutzansprüche zu stellen als an unverändert bestehende.
...die Immobilienpreise sinken um mehr als 20%

So steht es im Gutachten des Umweltbundesamtes "Fluglärm 2004"
http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/anlagen/fluglaermwirk.pdf

Wir haben die Fazits der einzelnen Kapitel dieses Gutachten für Sie zusammengestellt:

Inhalt

Kapitel 01 Mess- und Beurteilungsverfahren [11 KB] Kapitel 02 Bewertung Schallschutzmaßnahmen [7 KB]
Kapitel 03 Bestehende und neue bzw. wesentlich geänderte Flugplätze [6 KB]
Kapitel 04 Schutzbedürftige Personen und Einrichtungen [5 KB]
Kapitel 05 Belästigung [7 KB]
Kapitel 06 Kommunikation [6 KB]
Kapitel 07 Arbeit [7 KB]
Kapitel 08 Schlaf [8 KB]
Kapitel 09 Erholung und Rekreation [6 KB]
Kapitel 10 Erkrankungen [8 KB]
Kapitel 11 Kognitive Entwicklung [5 KB]
Kapitel 12 Immobilienpreise [10 KB]

Lärmwirkungen und Grenzwerte


Der folgende Beitrag ist im Original zu lesen unter:
http://www.flughafen-bi.de
Lärm ist unerwünschter, störender Schall. Hierzu zählen alle Geräuschimmissionen, die das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden beeinträchtigen. Das Ohr gehört zum Warnsystem des Menschen und lässt sich auch dann nicht abschalten, wenn wir schlafen: Es ist immer auf Empfang. Lärm wirkt aber nicht nur auf das Gehörorgan, sondern auf den Gesamtorganismus in viel-fältigen psychophysischen Wechselwirkungen.

Lärm bedeutet Stress – ungesunden Distress. Nachts wirkt Lärm sogar als zehnfach stärkerer Stressfaktor als am Tag. Hinzu kommt bei Fluglärm wie bei allem anderen Verkehrslärm auch, dass die Betroffenen nicht ausweichen können und dem Lärm meist ununterbrochen, d.h. ohne genügend lange Ruhephasen, ausgesetzt sind. Unabhängig davon, ob man den Schall als störend empfindet oder nicht, kommt es zu messbaren Re-aktionen z.B. bei der Stresshormonausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Dadurch ergeben sich u.a. Veränder-ungen im Fettstoffwechsel, Blutdruckerhöhung durch Gefäßver-engung, vermehrte Ausscheidung von Magnesium, die Erhöhung der Herzfrequenz, Änderung der Atmung sowie der Muskel-spannung. Diese physiologischen Reaktionen führen bei chronischer Beeinträchtigung durch Lärm zu einer beschleunigten Alterung des Herz- und Kreislaufsystems und damit zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten wie z.B. Herz-infarkt.

Darüber hinaus wird das psychische Befinden beeinträchtigt. Aus mangelnder Entspannung und Erholung sowohl am Tag als auch
während des Schlafes resultieren Nervosität, Reizbarkeit und Kon- zentrationsstörungen. Das Erleben des Verlustes der persön-lichen Autonomie, der Einschränkung der Entscheidungsfreiheit und der Hilflosigkeit gegenüber der Situation wirkt sich wiederum negativ auf das Immunsystem aus. Vor allem Kinder sind in ihrer Entwicklung durch Lärm betroffen. Bei Kindern in lärmexponierten Gebieten wurden Beeinträchtigungen der Sprachentwicklung und Entwicklungsverzögerungen festgestellt. Häufig leiden sie unter Konzentrationsschwächen, Lese- und Lernschwierigkeiten sowie Unruhe und höherer Aggressionsbereitschaft. Oft sehen diese Kinder ihre Lebenssituation weniger positiv als Kinder aus von Fluglärm unbelasteten Gebieten.

Das Umweltbundesamt hat zum Thema „Fluglärmwirkungen“ aus
Sicht der Lärmwirkungsforschung folgende Belastungsbereiche benannt:

-Bei Fluglärmbelastungen von 55 dB(A) tags und 45 dB(A)
nachts wird die Grenze zu erheblichen Belästigungen erreicht.

-Bei Fluglärmbelastungen von 60 dB(A) tags und 50 dB(A)
nachts sind aus präventivmedizinischer Sicht
Gesundheitsbeeinträchtigungen zu befürchten.

-Bei Fluglärmbelastungen oberhalb von 65 dB(A)tags
und 55 dB(A) nachts
sind Gesundheitsbeeinträchtigungen
in Form von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erwarten.