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Joblüge
Whow!
Unter den zehn großen Verkehrsflughäfen der Bundesrepublik nimmt Hamburg heute, hinter Frankfurt, Düsseldorf und München Rang vier ein. Insgesamt operieren 32 Luftverkehrsgesellschaften im Liniendienst, die international mehr als 50 Ziele anbieten.
Der Flughafen ist eines der größten Wirtschaftszentren Norddeutschlands. In 180 Unternehmen auf dem Flughafen sind nahezu 13.000 Menschen beschäftigt. Hausherr und Betreiber des Flughafens ist die Flughafen Hamburg GmbH mit 1.700 Mitarbeitern. Größter Arbeitgeber ist der Werftbetrieb der Deutschen Lufthansa mit mehr als 6.500 Angestellten.
Da der Luftverkehr eine Wachstumsbranche ist, konnten seit 1980 2.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Quelle: Hamburg-Magazin.de
Es lohnt sich schon manchmal etwas genauer hinzusehen: 2500 Arbeitsplätze mehr in 26 Jahren, also im Durschnitt 96 pro Jahr.
Das ist ein Anstieg von 0,9 % im Jahr!
Ein Unternehmen mit einer derart geringen Wachstumsrate kann wohl nicht als Jobmotor, dieses Witschaftssegment nur bedingt als Wachstumsbranche bezeichnet werden!
Auch nicht besser!
Europas Jobmotor, der Frankfurter Flughafen hat 152 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Im Finanzbericht 2004 weist Fraport auf S. 78 eine Steigerung der
Mitarbeiterzahl in Frankfurt um 152 von 2003 auf 2004 aus, was
rechnerisch 0,4 Stellen pro Tag entspricht. In der FAZ vom
04.06.05 wird Herr Bender zitiert, „Fraport habe 2004 umgerechnet
vier Arbeitsplätze pro Tag geschaffen, ...“ -
Man geht bei Fraport offenbar auch mit dem Komma auf eigene Weise um.
Job-Lüge Flughafenausbau
Niemand bestreitet: Der Flughafen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Standort Rhein-Main. Und niemand
bestreitet, dass dort ein großes Angebot von Arbeitsplätzen existiert. Wer bei über fünf Millionen Arbeitslosen
Tausende von Arbeitsplätzen verspricht, dem sind die Sympathien aller sicher. Dabei kommt es auch nicht mehr darauf
an, ob es 20 oder 100.000 sind. Die Botschaft ist so schön, dass man gerne daran glauben würde. Wer daran zweifelt,
wird als unsozial abgestempelt. Und wer auf die Nebenwirkungen oder auf die Folgen eines zweifelhaften
Wachstums hinweist, ist ein "Ewiggestriger". Denn Wachstum muss sein und Stillstand ist Rückschritt. Muss in der
Zeit der Globalisierung jeder Preis für ein quantitatives Wachstum gezahlt werden? Wer nicht unmittelbar betroffen
ist, wie über 1 Million Anrainer des Flughafens, kann damit auch locker umgehen. Ab Frankfurt Eschersheim oder
spätestens Bad Nauheim sieht der Himmel schöner aus.
weiters zur Joblüge findet sich unter http://www.flughafen-bi.de







