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Historie

wie es anfing

Großflughafen Kaltenkirchen – Totgesagte leben länger

In der Nähe von Kaltenkirchen wurde in den siebziger Jahren von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein ein Großflughafen geplant. Große Landflächen waren von der Flughafengesellschaft aufgekauft und sogar schon einige bestehende Gebäude abgerissen worden.
Anfang der achziger Jahre wurde das Projekt jedoch juristisch und politisch gestoppt und für beendet erklärt.

Trotzdem wurden die gekauften Flächen weiter im Besitz der Flughafengesellschaft gehalten! Dies machte es möglich, dass das Projekt in den letzten Jahren immer wieder aufgewärmt werden konnte. Da der Flughafen Fuhlsbüttel aber derzeit großzügig ausgebaut wird, halten viele die Realisierung eines Großflughafens Kaltenkirchen doch eher für unwahrscheinlich.

 

Rhetorik oder Schaumschlägerei

Das jetzige Wiederaufgreifen des Themas geht allerdings über reine Rhetorik weit hinaus:

Es wurde von der Flughafengesellschaft weiter Land hinzugekauft, führende Hamburger Politiker sprechen sich deutlich für den Flughafen aus und kündigen weitere Flächentausche an:

Am 13. Oktober 2003 erklärte der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall:

2003

Widerspruch?

Eine Erklärung für diesen scheinbaren Widerspruch könnte sich in folgender Erklärung von Hamburgs Finanzsenator Wolfgang Peiner, der sich schon lange für den Großflughafen Kaltenkirchen einsetzt, finden:

noch 2003

Das Interesse eines oder mehrerer Luftfahrtunternehmen könnte auch erklären, wieso die Stadt Hamburg für den neuen Flächenkauf „keinen Cent dazubezahlt“ hat (siehe obige Zitate).

Airbus zum Beispiel, boomt im Moment und kommt jetzt schon mit seinen neuen Flächen am Mühlenberger Loch nicht mehr aus!

Nicht nur der Hamburger Senat, die Handwerkskammer und eventuell Industrieinteressenten werfen ihr Gewicht in die Waagschale, sondern sogar Bürgerinitiativen gegen den Flughafen Fuhlsbüttel bzw. dessen Lärm machen sich für den Großflughafen Kaltenkirchen stark, rufen u.a. per Leserbrief auf, schnell zu reagieren: Leserbrief Weitblick, Hamburger Abendblatt, 20.10.03; Leserbrief Schnell reagieren, Hamburger Abendblatt, 20.10.03.